Text: Orgelwochen 2017 Logo: Kultursommer Rheinland-Pfalz Bild: Orgel
Überschrift: Vom Himmel selbst genommen

Bild: Karte Das Programm der diesjährigen Orgelreihe im Kultursommer wartet mit einer besonderen Dichte zum Motto „Epochen und Episoden“ auf. Es vermag in fast allen Konzerten einen Bezug zur Reformation herzustellen – und das nicht nur über Johann Sebastian Bach. Jedes Konzert wird in besonderer Art und Weise dieses Thema musikalisch beleuchten und ungeahnte Facetten aufzeigen.

Mit rund 20 Orgelkonzerten und vier besonderen Kinderkonzerten kann der Kultursommer durch seine Veranstaltungspartner im Land, ohne die diese Reihe nicht existieren würde, wieder einen schönen Ausschnitt der vielfältigen Orgellandschaft in Rheinland-Pfalz präsentieren.

Konzerte 2017

Symbolgrafik Kinder Kinder-Konzerte  sind mit diesem Symbol gekennzeichnet. Sie wollen das Instrument „Orgel“ auch bei den Jüngsten bekannt machen und kindgerecht spannende Einblicke in seine technischen und musikalischen Besonderheiten geben. Die Kindergarten- und Grundschulkinder der jeweiligen Städte und auch weitere junge Interessenten sind herzlich willkommen.

17.8.

Donnerstag

10.00 Uhr

Bad Ems, Kath. Pfarrkirche St. Martin

Die Königin der Instrumente

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Symbolgrafik Orgel Sandtner 1995 (III / 42)
Symbolgrafik Ort 56130 Bad Ems, Viktoriaallee
Symbolgrafik Gemeinde Kath. Kirchengemeinde
Bad Ems / Nassau
Tel.: 06254 / 7205

Der Bad Emser Bezirkskantor Lutz Brenner lädt die Kinder ein, mit ihm auf die Empore zu kommen und die technischen und klanglichen Besonderheiten der Königin der Instrumente aus nächster Nähe kennenzulernen.

19.8.

Samstag

19.00 Uhr

Meisenheim, Schlosskirche

Holger Gehring (Dresden)

Symbolgrafik Orgel Stumm 1767 (II / P / 29)
Symbolgrafik Ort 55590 Meisenheim, Schlossplatz 2
Symbolgrafik Gemeinde Ev. Kirchengemeinde Meisenheim
Tel.: 06753 / 1231066
www.nahe-glan.ekir.de

Foto Meisenheimer Stumm-Orgel Unter dem Titel „Romantik und Reformation“ bringt der Organist der Dresdner Kreuzkirche, Holger Gehring, an diesem Abend die romantische Seite der Meisenheimer Stumm-Orgel zum Klingen. Das Instrument aus dem Jahr 1767 zählt zu den am besten erhaltenen Orgeln der Rhaunener Orgelbauerdynastie und wurde im vergangenen Jahr gereinigt und nachintoniert.

Holger Gehring ist als Kreuzorganist an der Kreuzkirche Dresden tätig. Dieses bis in das Jahr 1370 nachweisbare Amt gehört zu den traditionsreichsten seiner Art in Deutschland. Darüber hinaus ist er als Dozent an den Hochschulen für Musik in Dresden und Leipzig sowie an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden tätig. Als Vorstandsmitglied der Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands und des Hauptausschusses der Gesellschaft der Orgelfreunde ist er bundes- und europaweit mit Fragen des Orgelbaus und Orgelspiels beschäftigt.

20.8.

Sonntag

16.30 Uhr

Bad Ems, Kath. Pfarrkirche St. Martin

Holger Gehring (Dresden)

Symbolgrafik Orgel Sandtner 1995 (III / 42)
Symbolgrafik Ort 56130 Bad Ems, Viktoriaallee
Symbolgrafik Gemeinde Kath. Kirchengemeinde
Bad Ems / Nassau
Tel.: 06254 / 7205
www.st-martins-chor.de

Foto Holger Gehring Für die Bad Emser Sandtner-Orgel hat Holger Gehring ein Programm mit Werken von deutschen und englischen Komponisten im Gepäck, die sich alle mit den Themen „Reformation“ und „Gegenreformation“ beschäftigen.

25.8.

Freitag

19.30 Uhr

Landau, Marienkirche

Gereon Krahforst (Maria Laach)

Symbolgrafik Orgel Steinmeyer 1924 (72 / III / P)
Symbolgrafik Ort 78689 Landau, Marienring
Symbolgrafik Gemeinde Pfarrei der Stadtkirche St. Marien zu Landau / Pfalz
www.kirchelandau.de
Tel.: 06254 / 7205

Dekanatskantor
Christian Schmitz
christian.schmitz@bistum-speyer.de
Tel.: 06341 / 96898-150

Foto Gereon Krahforst Im Konzert erklingen Orgelwerke aus der katholischen Liturgie abwechselnd mit Bearbeitungen über protestantische Choräle; Bach, Messiaen, Peeters sowie das sehr unbekannte „Livre oecuménique“ (ökumenisches Orgelbuch) von Jean Langlais, in dem kleine Stücke über katholische Gesänge immer solchen über Lutherlieder gegenübergestellt werden.

Gereon Krahforst ist nach vielen Stationen an bedeutenden Domen (Minden, Paderborn), auch international (Spanien/USA) in seine Heimat zurückgekehrt und für die Orgelmusik und -konzerte an der Abteikirche Maria Laach verantwortlich. Daneben leitet und organisiert er zwei weitere Konzertreihen. Als Interpret, Improvisator und Gastdozent ist er weltweit tätig.

26.8.

Samstag

19.30 Uhr

Mainz-Lerchenberg, St. Franziskus

Thomas Lennartz (Leipzig)

Symbolgrafik Orgel Fasen 2016 (II / P / 23)
Symbolgrafik Ort 55127 Mainz-Lerchenberg,
Rubensallee 1-5
Symbolgrafik Gemeinde Tel.: 06131 / 71519

Foto Thomas Lennartz 2016 erhielt die Kirchengemeinde eine neue Orgel der Werkstatt Hubert Fasen (Oberbettingen/ Eifel), die sich nicht nur für barocke und romantische, sondern auch für moderne Orgelmusik der Avantgarde eignet.

Thomas Lennartz spielt Werke mitteldeutscher Komponisten (Müthel, Merkel, Piutti u.a.) sowie Improvisationen über Luther-Lieder.

27.8.

Sonntag

17:00 Uhr

Klausen, Katholische Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung

Stefan Viegelahn (Frankfurt/Main)

Symbolgrafik Orgel Rieger 2007 (III / P / 39)
Symbolgrafik Ort 54524 Klausen,
Augustiner Platz 2
Symbolgrafik Gemeinde Wallfahrtskirche Klausen /
Hr. Marenberg
www.wallfahrtskirche-klausen.de

Foto Orgel Wallfahrtskirche Maria Die Rieger-Orgel der Wallfahrtskirche in Klausen ist ein klanglich herausragendes und stilistisch vielseitiges Instrument. Anlässlich des Reformationsjubiläums stellt Stefan Viegelahn (Frankfurt/Main) Werke der katholischen Komponisten Franck, de Grigny und Messiaen Werken der evangelischen Komponisten Buxtehude und Bach gegenüber.

1.9.

Freitag

19:00 Uhr

Maria Laach, Abteikirche

Jürgen Sonnentheil (Cuxhaven)
Konzert- und Tangostücke für Orgel nebst protestantischer Choralmusik.

Symbolgrafik Orgel Georg Stahlhuth 1910 /
Klais 2000 (III / P / 66)
Symbolgrafik Ort 56653 Maria Laach
Symbolgrafik Gemeinde Vereinigung der Benediktiner
zu Maria Laach e.V.
Tel.: 02632 / 49 666 88
www.laacher-orgelkonzerte.de

Foto Jürgen Sonnentheil Wenig bekannte Bearbeitungen zu Lutherschen Chorälen von Gronau und Middelschulte neben einer Auswahl der „Tangos ecclesiasticos“ von Bovet und konzertanter Musik von Bach und Claussmann stehen auf dem Programm des Konzerts.

Jürgen Sonnentheil ist Kirchenmusikdirektor an St. Petri, Cuxhaven, wo er für ein umfangreiches kirchenmusikalisches Gesamtprogramm verantwortlich ist und daneben die BachFestbiennale leitet. Er hat sich intensiv mit dem Lebenswerk Wilhelm Middelschultes beschäftigt. Sonnentheil ist zudem Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe.

1.9.

Freitag

20:00 Uhr

Niederehe, Kath. Kirche St. Leodegar

Christoph Grohmann
(Rheda-Wiedenbrück)

Ex tempore – Improvisationen in alten Stilen zu Luther-Liedern und Musik der Renaissance und des Barock

Symbolgrafik Orgel Balthasar König 1714
(I / P / 11) Restaurierung Hubert Fasen 1998
Symbolgrafik Ort 53579 Üxheim
Symbolgrafik Gemeinde Pfarreienverband
Niederehe im
Dekanat Vulkaneifel
Kai Becker
Tel.: 06593 / 998 411
www.orgel-niederehe.de

Foto Christoph Grohmann Christoph Grohmann spielt Werke von Sweelinck, Scheidemann, Kolb, Bach, Stanley und Zöschinger und improvisiert dazwischen über bekannte und wenig bekannte Lieder Martin Luthers in alten Stilen (u.a. „Die beste Zeit im Jahr ist mein“). Grohmann war jahrzehntelang Dozent für Orgel und Improvisation an den Hochschulen in Bremen und Herford; zudem war er 20 Jahre lang Präsidiumsmitglied der GdO. Als Interpret für Musik aller Epochen, Improvisator und Continuo-Spieler genießt er internationales Ansehen.

3.9.

Sonntag

18:00 Uhr

Worms, Dom St. Peter

Alessio Corti (Mailand)

Symbolgrafik Orgel Klais 1985/2008 (III / P / 34)
Symbolgrafik Ort 67547 Worms,
Dom St. Peter
Symbolgrafik Gemeinde Wormser Domkonzerte
Niederehe im
Dekanat Vulkaneifel
Tel.: 06241 / 425661
www.wormser-dom.de

Foto Alessio Corti „Bachs III. Theil der Clavierübung“ verbindet die Choräle der lutherischen Messe und die sieben Katechismuschoräle mit dem großartigen Präludium & Fuge in Es-Dur. Mit Alessio Corti, der in Mailand lebt und am Konservatorium in Genf lehrt, ist einer der führenden Bach-Interpreten Italiens zu Gast an der Schwalbennestorgel des Wormser Doms.

5.9.

Dienstag

10:00 Uhr
10:30 Uhr

Meisenheim, Schlosskirche

„Die Königin der Instrumente erzählt von der Reformation“

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Symbolgrafik Orgel Stumm 1767 (II / P / 29)
Symbolgrafik Ort 55590 Meisenheim, Schlossplatz 2
Symbolgrafik Gemeinde Ev. Kirchengemeinde Meisenheim
Tel.: 06753 / 1231066
www.nahe-glan.ekir.de

Die Meisenheimer Kantorin Sun Kim hat im Jahr der Reformation ein besonderes Orgelkonzert für Kinder entwickelt, das sich mit dieser Zeit befasst. Die Meisenheimer Stumm-Orgel ist dabei als „Erzählerin“ beteiligt und bringt den Kindern die spannende Geschichte rund um Meisenheim und die Reformation näher.

10.00 - 10.30 Uhr: Kinder der Klassenstufe 3
10.30 - 11.00 Uhr: Kinder der Klassenstufe 4

9.9.

Samstag

17:00 Uhr
18:00 Uhr

Neunkirchen / Westerwald, Ev. Kirche

Wolfgang Portugall (Mainz/Bensheim)

Symbolgrafik Orgel Döring / Gottwald 2012
(II / P / 16)
Symbolgrafik Ort 56479 Neunkirchen, Kirchgasse
Symbolgrafik Gemeinde Tel.: 06254 / 7205

Foto Orgel Das Dorf Neunkirchen liegt – idyllisch im Westerwald – direkt an der rheinland-pfälzisch- hessischen Grenze in der Nähe von Westerburg. Seit dem Jahr 2012 steht in der dortigen Johanneskirche ein Werk des Orgelbauers Bruno Döring, das von Kilian Gottwald vollendet wurde. Wolfgang Portugall ist ein gefragter Spezialist auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis Alter Musik. Daneben wirkt er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik in Mainz und am Kirchenmusikalischen Institut des Bistums Mainz. Sein Programm umfasst Musik aus der Zeit der Reformation bis zu barocken Werken, die sich mit dem Thema „Reformation“ beschäftigen.

Bitte beachten:
Teilweise wurde fälschlich der Konzertbeginn 17.00 Uhr publiziert.
Korrekt ist der Konzertbeginn um 18.00 Uhr.

10.9.

Sonntag

13:30 Uhr

Mainz, Antoniuskapelle

Gregor Knop, Jorin Sandau
Die Königin stellt sich vor -
Orgelführung für Kinder

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Wie kommt die Luft von den Tasten in 2000 Pfeifen? Gregor Knop (Moderation) und Jorin Sandau (Klangbeispiele) erklären die Orgel der Antoniuskapelle auf unterhaltsame Weise für Kinder und natürlich deren Eltern.

10.9.

Sonntag

16:30 Uhr

Mainz, Antoniuskapelle

Orgelbaumeiser Rainer Müller (Merxheim)

Foto Orgel Die 1971 von Paul Ott (Göttingen) erbaute Orgel wurde 2016 von der Orgelbauwerkstatt Rainer Müller (Merxheim) umfassend instand gesetzt. Über Ihren Klang und ihre Beschaffenheit sowie über die durchgeführten Renovierungsarbeiten wird Orgelbaumeister Rainer Müller in seinem Vortrag berichten.

10.9.

Sonntag

17:00 Uhr

Mainz, Antoniuskapelle

Ruben Sturm (Rottenburg/Neckar)

Symbolgrafik Orgel Ott 1971 (III / P / 34)
Symbolgrafik Ort 55116 Mainz,
Adolf-Kolping-Straße 6
Symbolgrafik Gemeinde Institut für Kirchenmusik
www.kirchenmusik-bistum-mainz.de

Foto Paul Ott Die 1971 von Paul Ott (Göttingen) erbaute Orgel wurde 2016 von der Orgelbauwerkstatt Rainer Müller (Merxheim) umfassend instand gesetzt. Über Ihren Klang und ihre Beschaffenheit sowie über die durchgeführten Renovierungsarbeiten wird Orgelbaumeister Rainer Müller in seinem Vortrag berichten.

15.9.

Freitag

19:00 Uhr

Koblenz, Ev. Florinskirche

Joseph Nolan (Perth / Australien)

Symbolgrafik Orgel Förster & Nicolaus 2010
(III / P / 51)
Symbolgrafik Ort 56068 Koblenz, Florinsmarkt
Symbolgrafik Gemeinde Ev. Kirchengemeinde
Koblenz-Mitte
Tel.: 0261 / 4040333
www.koblenz-mitte.de

Foto Joseph Nolan Die im Jahr 2010 eingeweihte Förster & Nicolaus-Orgel der Koblenzer Florinskirche ist mit ihren 51 Registern eines der großen Orgelneubauprojekte der vergangenen Jahre in Rheinland-Pfalz. Mit dem Organisten der St. George‘s Cathedral Perth (Australien), Joseph Nolan, ist einer der herausragenden australischen Organisten zu Gast in Koblenz. Sein Programm trägt den Titel: „Festliches Orgelkonzert zur Reformation“.

17.9.

Sonntag

18:00 Uhr

Boppard-Buchholz, St. Sebastian

Daniel Zaretsky (St. Petersburg)
Lieder von Martin Luther neben russisch-orthodoxer Liturgiemusik

Symbolgrafik Orgel Fasen 2014 (II / P / 28),
Nachtigall, Cymbelstern,
(III / P / 51) historisierende
Stimmung nach G. Silbermann
Symbolgrafik Ort 56154 Boppard-Buchholz,
Heidestraße 54
Symbolgrafik Gemeinde Pfarrei St. Sebastian,
Boppard-Buchholz
Tel.: 02632 / 49 666 88
www.pfarrei-herschwiesen.de/Buchholz/

Foto Prof. Daniel Zaretsky Werke von Bach, Bruhns, Buxtehude und Sweelinck im Kontrast mit Werken von Kowaleski, Arkhangelski, Rachmaninoff und Muschel stehen auf dem Programm. Prof. Zaretsky zählt zu den wichtigsten Interpreten und Lehrern seiner Generation und ist einer der wenigen Konzertorganisten der russischen Föderation, die weltweit tätig und international gefeiert sind. Er lehrt am Konservatorium St. Petersburg und ist während der dortigen Semesterferien als Konzertorganist oder Wettbewerbsjuror unterwegs.

19.9.

Dienstag

19:30 Uhr

Trier, Basilika St. Paulin

Maurice Clerc (Dijon)

Symbolgrafik Orgel Nollet / Breidenfeld / Klais
1753 / 1934 / 1991 (III / P / 43)
Symbolgrafik Ort 54292 Trier, Thebäerstraße
Symbolgrafik Gemeinde Kath. Pfarreiengemeinschaft
St. Paulin, Trier
Tel.: 0561 / 1453882
www.pfarreiengemeinschaft
paulin.de

Foto Orgel Die Trierer Basilika St. Paulin zählt mit ihrer Ausstattung des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann sicherlich zu den schönsten Kirchenräumen der Stadt. Maurice Clerc ist Organist an der Kathedrale von Dijon. Bei seinem Konzert in Trier nimmt er uns mit auf eine musikalische Reise durch die Orgelmusikgeschichte. Auf dem Programm stehen auch Bearbeitungen der Katechismus Choräle von Martin Luther und Improvisationen.

24.9.

Sonntag

17:00 Uhr

Groß-Winternheim, Kath. Kirche St. Johannes Evangelist

Simon Reichert
(Neustadt/Weinstraße)

Symbolgrafik Orgel Kohlhaas 1769 / Müller 2012
(II / P / 26)
Symbolgrafik Ort 55128 Groß-Winternheim,
Oberhofstraße
Symbolgrafik Gemeinde www.kohlhaas-orgel.de

Foto Orgel Der domkapitelsche Orgelmacher Johannes Kohlhaas (Mainz) lieferte 1769 eine Orgel für die kath. Kirche St. Johannes Evangelist in Groß-Winternheim. Wegen Geldmangel blieb die Orgel über zwei Jahrhunderte unvollständig. 2012 erfolgte eine umfassende Restaurierung und Vervollständigung dieser Orgel, die nun mit ihren 26 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal, zu den größten Denkmalorgeln in Rheinhessen gehört. Bezugnehmend auf das Reformationsjahr hat Simon Reichert das Thema seines Orgelkonzertprogramms mit „Italienischer Einfluss auf protestantische Musik“ betitelt. Er spielt Werke von Bach, Schlick, Kerll, Valentini, Frescobaldi, Froberger, Weckmann, etc.

26.9.

Dienstag

20:00 Uhr

Speyer, Prot. Gedächtniskirche

Christian Schmitt-Engelstadt (Worms)

Symbolgrafik Orgel Kleuker 1979 ( V / P / 95)
Symbolgrafik Ort 67346 Speyer,
Bartholomäus-Weltz-Platz 5
Symbolgrafik Gemeinde www.gedaechtniskirchen
gemeinde.de

Foto Orgel Die Protestantische Gedächtniskirche in Speyer besitzt die größte Orgel Südwestdeutschlands. Sie wurde 1979 von der Werkstatt Kleuker mit 95 Registern, verteilt auf fünf Manuale und Pedal erbaut. Für dieses gewaltige Instrument hat Christian Schmitt-Engelstadt reformatorische Orgelmusik mit dem Schwerpunkt „Ein feste Burg ist unser Gott“ ausgewählt.

27.9.

Mittwoch

20:00 Uhr

Hachenburg, Ev. Schlosskirche

Lutz Brenner (Bad Ems)
Jürgen Hardeck (Mainz)
Evangelischer Humor –
Orgelimprovisationen und heitere Texte zum Reformationsjubiläum

Symbolgrafik Orgel Klais 1995 ( II / P / 28)
Symbolgrafik Ort 57627 Hachenburg, Schlossberg
Symbolgrafik Gemeinde Ev. Kirchengemeinde Hachenburg
Tel.: 02662 / 942694
www.evangelisch
imwesterwald.de

Foto Lutz Brenner & Jürgen Hardeck Foto Orgel Hand aufs Herz: Protestanten haben nicht gerade das Image die Humorvollsten zu sein. Der Kabarettist Hanns-Dieter Hüsch erscheint eher wie eine Ausnahme. Kultursommer- Geschäftsführer Jürgen Hardeck hat aber tatsächlich, außer Texten von Hüsch, noch ein paar weitere gefunden, die sich hören lassen können, und die er vortragen wird. Dazu spielt und improvisiert Lutz Brenner an der Orgel der Hachenburger Schlosskirche, wo man so aufgeschlossen und tolerant ist, die beiden Katholiken – im Rahmen des Hachenburger Reformationsfestivals vom 2.9.-8.10. – einen Abend gestalten zu lassen. Lutz Brenner ist seit 2004 Bezirkskantor an St. Martin in Bad Ems. Er ist Träger zahlreicher Preise, so u.a. beim „Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation Schwäbisch Gmünd“ 2003 und 2005.

30.9.

Samstag

19:00 Uhr

Lambrecht, Ev. Kirche

Andreas Liebig (Basel)
Sola scriptura?

Symbolgrafik Orgel Geib 1777,
Rest. Klais 1977 (25 / II / P)
Symbolgrafik Ort 67466 Lambrecht, Ev. Kirche
Symbolgrafik Gemeinde Ev. Kirchengemeinde
Lambrecht
www.evkirche-lambrecht.de

Foto Andreas Liebig Das Motto der Reformatoren im sprechenden Gegensatz zum Ritter von der traurigen Gestalt . Guy Bovets (* 1942) gleichermaßen humorvoll und tiefsinnig bildkräftiger Zyklus nach Cervantes Weltroman ist eine Auftragskomposition von Andreas Liebig. Luther- Lieder und Magnifi cat-Vertonungen nehmen Bezug auf Luthers berühmte Auslegung des Magnifi cat, dazu erklingen Teile aus Bachs Clavier-Übung Dritter Theil 1739.

Andreas Liebig, geboren 1962 in Gütersloh/ Westfalen, ist seit 2014 Münsterorganist in Basel und leitete nach Lehrtätigkeiten in Lübeck und Oslo von 2013-2015 die Orgelklasse des Tiroler Landeskonservatoriums.

30.9.

Samstag

19:00 Uhr

Mainz, St. Stephan

Fabien Chavrot, Baptiste-Florian Marle-Ouvrard, Maxime Platel (Paris)
Festkonzert: 20 Jahre „organ“ & Gründung von „ MOCart“ – Zentrum für Europäische Orgelkunst“

Symbolgrafik Orgel Klais 2013 (III / P / 47)
Symbolgrafik Ort 55116 Mainz, Stephansberg
Symbolgrafik Gemeinde Tel.: 06131 / 23 16 40
www.st-stephan-mainz.de

Foto Orgel Das Motto der Reformatoren im sprechenden Gegensatz zum Ritter von der traurigen Gestalt . Guy Bovets (* 1942) gleichermaßen humorvoll und tiefsinnig bildkräftiger Zyklus nach Cervantes Weltroman ist eine Auftragskomposition von Andreas Liebig. Luther- Lieder und Magnifi cat-Vertonungen nehmen Bezug auf Luthers berühmte Auslegung des Magnifi cat, dazu erklingen Teile aus Bachs Clavier-Übung Dritter Theil 1739.

Andreas Liebig, geboren 1962 in Gütersloh/ Westfalen, ist seit 2014 Münsterorganist in Basel und leitete nach Lehrtätigkeiten in Lübeck und Oslo von 2013-2015 die Orgelklasse des Tiroler Landeskonservatoriums.

Downloads

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OrgelWochen2017 Cover

Historie

Die Orgelmusik spielt im Programm des Kultursommers von Anfang an, seit 1992, eine große Rolle.

Rheinland-Pfalz ist ein Orgelland mit vielen herausragenden Instrumenten, auf denen Interpreten von nah und fern gerne konzertieren. Fachleute für die Instrumente des Landes und Kenner der internationalen Szene bilden die künstlerische Planungsgruppe, die die Reihe gemeinsam mit der Projektleitung des Kultursommers konzipiert und in Kooperation mit den Verantwortlichen vor Ort durchführt.

Zu Beginn fand die Reihe „Internationale Orgelfestwochen“ hauptsächlich im September statt. Über die Jahre haben viele Kirchengemeinden entdeckt, welche „Königinnen der Instrumente“ bei ihnen verborgen waren, Konzerte im Juni kamen hinzu und „Schwerpunktregionen“ legten einen jährlich wechselnden Fokus auf die Orgellandschaft Rheinland-Pfalz. Nicht zuletzt durch die Unterstützung des Kultursommers entstanden eigene Orgelreihen, die großen Zuspruch finden.

Mit der Konzentration auf das jeweilige Jahres-Motto und den Spätsommer-Zeitraum setzt die Orgelreihe des Kultursommers ab 2017 neue Schwerpunkte, während die eigenständigen Konzertreihen in ihrer Planung unabhängig bleiben.

Programmhefte zum Download


Cover
XXV.
Internationale Orgelfestwochen

Programmheft 2016

Cover
XXIII.
Internationale Orgelfestwochen

Programmheft 2014

Cover
XXI.
Internationale Orgelfestwochen

Programmheft 2012

Cover
XIX.
Internationale Orgelfestwochen

Programmheft 2010

Orgelbilder

Impressum

Herausgegeben vom Kultursommer Rheinland-Pfalz
der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur
Mittlere Bleiche 61, 55116 Mainz
Stand: August 2017
Gestaltung: www.beatemarx.de
Technische Umsetzung: www.jung-newmedia.de
Fotos: Wenn nicht anders vermerkt von den Künstlern / Veranstaltern.
Darüber hinaus gilt das Impressum Kultursommer Rheinland-Pfalz

Kontakt

Kultursommer Rheinland-Pfalz
der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur
Mittlere Bleiche 61
55116 Mainz
Tel.: 06131 / 288 38-0
Fax: 06131 / 288 388
E-Mail: info@kultursommer.de

Künstlerische Planungsgruppe

LutzBrenner
Lutz Brenner, seit 2004 Bezirkskantor an St. Martin in Bad Ems, studierte an der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, dem Conservatoire National de Région, Dijon, und an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Derzeit verbindet ihn ein Lehrauftrag für das Fach Orgelimprovisation mit der Musikhochschule Mainz. Er ist Träger zahlreicher Preise, so u.a. beim „Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation Schwäbisch Gmünd“ 2003 und 2005.
Kontakt: BrennerLutz@t-online.de.

GereonKrahforst
Gereon Krahforst, vielfacher Preisträger für Orgel, Improvisation, Klavier und Komposition, ist ein international gefragter Konzertorganist, der nach vielen renommierten Stationen als Dom- und Kathedralorganist (Minden, Paderborn, Marbella/Spanien und Saint Louis/USA) als Abteiorganist in Maria Laach wirkt. Seit vielen Jahren komponiert er auch für verschiedenste Gattungen. Zudem ist er für vier Orgelkonzertreihen mitverantwortlich.
Kontakt: gereon.krahforst@gmail.com / www.gereonkrahforst.org.

AchimSeip
Dr. Achim Seip ist Orgelsachverständiger in den Bistümern Limburg und Mainz sowie Lehrbeauftragter an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Seit 2005 ist er Mitglied der künstlerischen Planungsgruppe für Orgelmusik im Kultursommer Rheinland-Pfalz.
Kontakt: Achim_Seip@gmx.de.